Klub Zwei

Arbeiten gegen Rassismen

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Ein Projekt im öffentlichen Raum Wien, 1.–31. Juli 2005

Arbeiten gegen Rassismen ist ein von KünstlerInnen und AktivistInnen gemeinsam entwickeltes Projekt für den öffentlichen Raum Wien. Die Plakatserie zeigt unter-schiedliche künstlerische und aktivistische Positionen, die Wirkungsweisen von Rassismen sowie Widerstandsformen dagegen thematisieren.

Ein zentraler Bestandteil der Serie von verschiedenen Bild- und Textarbeiten sind antirassistische Forderungen des Vereins Schwarze Frauen Community wie etwa: „Wir sind Schwarz. Wir sind qualifizierte Arbeit-nehmerInnen und fordern Zugang zum Arbeitsmarkt!“ oder „Österreich braucht ein Antidiskriminierungsgesetz!“. In Zusammen-arbeit mit dem Künstlerinnenkollektiv Klub Zwei wurden die verschiedenen antirassisti-schen Forderungen visuell umgesetzt.

Die Künstlerinnen Petja Dimitrova und Anna Kowalska führen in ihren künstlerischen Arbeiten Themen der Schwarzen Frauen Community inhaltlich fort und setzen sich mit Fragen migrantischer Selbstorganisation oder Konstruktionen von Weißsein aus-einander.

In einem weiteren Teil der Plakatserie werden österreichische Geschichtskonstruk-tionen hinterfragt: Die künstlerischen Arbeiten von Ljubomir Bratic/Richard Ferkl, Klub Zwei sowie Martin Krenn thematisieren Antisemitismus während der NS-Zeit und wie dieser in die Gegenwart hineinwirkt, „Arisierung“ und verzögerte bzw. letztlich nicht erfolgte Rückgabe sowie den Wider-standskampf der PartisanInnen gegen die Naziherrschaft.

Ziel dieser Zusammenarbeit von KünstlerIn-nen und AktivistInnen ist es, eine Allianz gegen Rassismus und Antisemitismus zu bilden sowie Öffentlichkeiten dafür zu schaffen und gemeinsam rassistischer Nor-malität entgegenzutreten.

Die künstlerischen Arbeiten waren von 1. bis 31. Juli 2005 in Haltestellenbereichen der Straßenbahnlinie D (zwischen Südbahnhof und Althanstraße) zu sehen.

Projektbeteiligte: Ljubomir Bratic, Petja Dimitrova, Richard Ferkl, Anna Kowalska, Klub Zwei, Daniela Koweindl, Martin Krenn, Schwarze Frauen Community.

Projektkonzeption und -koordination: Daniela Koweindl, Martin Krenn.

Das Projekt wurde im Rahmen von Kunst im öffentlichen Raum Wien realisiert.

www.arbeitengegenrassismen.net

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A public art project in Vienna, July 1–31, 2005

Arbeiten gegen Rassismen (working against racisms) is a project developed jointly by artists and activists for public spaces in Vienna. The poster series features a range of artistic and activist positions focusing on the impact of various types of racism and forms of resistance to them.

Central to this series of image and text pieces are the anti-racist claims of the “Schwarze Frauen Community” (Black Women Community) such as: “We are black. We are qualified employees and we demand access to the labor market!” or “Austria needs an anti-discrimination law!” In cooperation with the artists’ collective Klub Zwei, the various anti-racist demands were translated into visual terms.

In their work, the artists Petja Dimitrova and Anna Kowalska pursue issues addressed by the Schwarze Frauen Community, focusing attention on self-organization among migrants and the construction of whiteness.
Another part of the poster series calls Austrian historical constructs into question: the works of Ljubomir Brati/Richard Ferkl, Klub Zwei, and Martin Krenn focus on: anti-Semitism during the Nazi period and its ongoing impact in the present; “Aryanization” (i.e. confiscation of Jewish property) and delayed or failed restitution; and the resistance struggle of partisans against Nazi rule.

The aim of this partnership between artists and activists is to build an alliance against racism and anti-Semitism, to raise public awareness of these issues, and to jointly oppose racist normality.

The works were shown from 1–July, 2005, at tram stops on the D line (between Südbahnhof and Althanstraße).

Participating artists: Ljubomir Bratic, Petja Dimitrova, Richard Ferkl, Anna Kowalska, Klub Zwei, Daniela Koweindl, Martin Krenn, Schwarze Frauen Community

Project concept and coordination: Daniela Koweindl, Martin Krenn

The project was realized as part of Kunst im öffentlichen Raum Wien

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