Klub Zwei

Filmvorführungen

Filme / Videos:

Wohin mit der Kamera? Video, 12 Min., Farbe, 1994

"Moment mal, Moment, Moment mal, Moment mal!" Der lächerliche O-Ton der Angst, die sich nicht zeigt. Die Peinlichkeit der realen Panik; sie wirkt inszeniert, weil sie keine Dramaturgie hat, keine Musik, die die Spannung einleiten könnte; weil ihr die Zeit fehlt, das Davor und Danach. Die Ruhe vor dem Sturm ist eine Fiktion, eine konstruierte Realität. Wenn man in ein Land fährt, das sich im Krieg befindet, ist nichts besonderes zu sehen, außer ein paar Tarnhemden. Man fährt Richtung Süden und merkt nicht einmal, wann Kroatien anfängt. Keine leeren Regale, keine verzweifelten Menschen, keine emotionalen Klischees zu sehen. Die banalen Bilder sagen nichts, Hamburg unterscheidet sich von Rijeka nur durch das Wetter. Wie kann man die Bilder etwas erzählen lassen, ohne sie mit Gewalt zum Sprechen zu bringen, wie es das Fernsehen tut?

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