Klub Zwei

Kurzbauergasse

Die Architektur des Bildhauerei-Gebäudes wurde mir von Christian Mayer und Renate Kainer als typische Lederhosen-Architektur erklärt: Die grünen Fensterläden an der Fassade erinnern an Hosenträger und stehen zeichenhaft für einen ländlichen Stil.

Interessant an der Geschichte dieses Gebäudes ist, dass die ersten Pläne dazu im Jahr 1911 gezeichnet wurden und die Inbetriebnahme der "Spezialschule" schon im Jahr 1912 erfolgte:

Zur Baugeschichte des Bildhauergebäudes: Über lange Jahre befanden sich die Bildhauerschulen am Landstraßer Gürtel neben dem Oberen Belvedere. 1910 wurde vom Obersthofmeisteramt die Rückgabe der Gründe verlangt, weshalb dringend Abhilfe zu schaffen war. Diese fand sich auf den heute noch dafür genutzten Grundstücken Böcklinstraße/Kurzbauergasse. Die Pläne selbst wurden in aller Eile vom k.k. Ministerium für öffentliche Arbeiten erstellt und im kurzen Wege im Jahre 1912 sofort umgesetzt. Ein Architekt war dazu nicht beigezogen worden. Bemerkenswert ist vor allem, dass der Baubeginn und die Inbetriebnahme des größten Teiles der Anlage ins gleiche Jahr fällt. (Ferdinand Gutschi)